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Indirekte Übersetzungen
Deutsch-Englisch-Chinesisch sind meistens sehr fehlerhaft Einer unserer langjährigen großen Kunden hat umfangreiche Betriebsanleitungen in China von der englischen Übersetzung ins Chinesische übersetzen lassen. Infolge von Reklamationen vor Ort gab er uns den Auftrag, 30 typische Seiten solcher Übersetzungen zu überprüfen, und zwar einmal anhand des deutschen Originaltextes und einmal anhand der englischen Übersetzung aus dem deutschen Original. Das Ergebnis hat unseren Kunden überrascht: Die chinesische Übersetzung aus dem Englischen enthielt 50 Fehler, davon 28 schwerwiegende Fehler, nach dem deutschen Originaltext jedoch enthielt die chinesische Übersetzung 220 Fehler, davon 76 schwerwiegende Fehler! Solche Übersetzungen sind dazu geeignet, Schäden zu verursachen und den guten Ruf des Auftraggebers zu ruinieren. Wenn irgendmöglich, soll eine Übersetzung stets direkt aus dem Originaltext – in Deutschland in der Regel Deutsch – vorgenommen werden. Jede indirekte Zwischenstufe verursacht stets zusätzliche Fehler. Ist solche eine Übersetzung wie zum Beispiel Deutsch-Englisch-Chinesisch, bereits erstellt ist, so muss sie unbedingt durch einen versierten und gewissenhaften Fachübersetzer, der die deutsche und die chinesische Sprache gleichermaßen beherrscht und über langjährige Erfahrung verfügt, überprüft und korrigiert werden. Er soll idealerweise die Möglichkeit haben, bei Unklarheiten und Zweideutigkeiten beim Verfasser des Originaltextes nachzufragen. Typische Fehler
in indirekte deutsch-englisch-chinesische Übersetzungen Viele deutsche Wörter bzw. Ausdrücke haben 5 – 10 Entsprechungen im Englischen oder Chinesischen. Jedes dieser englischen Wörter lässt sich mit 5 – 10 chinesischen Wörtern übersetzen. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit, bei einer indirekten Übersetzung Fehler zu machen, um das 25-100-fache. Obwohl weder der englische Übersetzer noch der chinesische Übersetzer Fehler gemacht haben, kann das Endergebnis falsch sein. Ein Übersetzer in China, der nur Englisch kann und nicht Deutsch, hat keine Möglichkeit, im Zweifelsfall den Verfasser des deutschen Ausgangstextes zu befragen. Selbst wenn er diese Möglichkeit hätte, die 6-7 Stunden Zeitunterschied, die fast 10 000 km Entfernung und die daraus resultierenden, für ihn fast unbezahlbar teuren Telefongespräche zu überwinden, so wird er dies kaum wahrnehmen, weil er in China in der Regel so schlecht bezahlt ist, dass er in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Wörter übersetzen muss, um von der Übersetzung leben zu können. Hier sind einige typische Fehler aus solch einer indirekten Übersetzung:
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